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2004

 

Live-Übertragung aufs "stille Örtchen"

Warum der Ton auf der JHV von Thyssen Krupp bis auf die Toiletten hörbar sein musste

Die Bauabnahme des neuen RuhrCongresses war längst Geschichte, als sich ein Unternehmen ankündigte, dass nicht unwesentliche Teile für die Konstruktion, nämlich die Stahlträger, geliefert hatte. Aber Thyssen-Krupp ging es weniger um eine Inspektion des Gebäudes als mehr um einen Anlass, der selbst für ein börsennotiertes Unternehmen wie Thyssen Krupp stets mit viel Aufwand verbunden ist: die Jahreshauptversammlung, das Gipfeltreffen aller Aktionäre. Ein Event, zu dem der international aufgestellte Stahlriese rund 6000 Menschen erwartete und bei dem jeder Handgriff sitzen muss. Deshalb suchen sich Unternehmen dieser Größe stets nur jene Hallen aus, die einen reibungslosen Ablauf gewährleisten können. Einen ersten Testlauf hatte Thyssen Krupp ein Jahr zuvor bereits im RuhrCongress mit einer Delegiertenversammlung erfolgreich absolviert, zu der immerhin 800 Menschen kamen.

Im Vergleich dazu aber waren die Vorgaben für die Jahreshauptversammlung verschärft. So musste etwa eine Tribüne für die nationalen und internationalen Pressevertreter bereit stehen. Auch musste sicher gestellt werden, dass die Aktionäre an jedem Ort im RuhrCongress mitbekommen, was im Hauptsaal gerade gesprochen oder abgestimmt wird. Andernfalls könnte eine Jahreshauptversammlung mitunter sogar abgebrochen werden. Schließlich hat eine AG auf so einer Veranstaltung dafür Sorge zu tragen, seine Aktionäre transparent und umfassend zu informieren. Und wenn "an jedem Ort im RuhrCongress" gefordert ist, dann ist damit sogar das "stille Örtchen" gemeint: Selbst auf die Toiletten wurde deshalb der Ton live übertragen. Die Jahreshauptversammlung lief ohne Komplikationen. Bis heute ist das Unternehmen Thyssen Krupp, das seine JHV bis 2003 in Düsseldorf und Essen abgehalten hat, ein guter Kunde des RuhrCongresses.
 

Nase vorn

RuhrCongress setzt früh auf Medizin-Kongresse

Noch weit vor der NRW-Initiative, das Land in Kompetenzcluster zu gliedern und die entsprechenden Schwerpunkte zu fördern, hatte der RuhrCongress bereits mit Blick auf die Ruhr-Universität sein Augenmerk auf Medizinkongresse gelegt. Das Management hatte erkannt, dass die Region mit einer beispiellosen Zahl an Kliniken und medizinischen Forschungseinrichtungen eine außergewöhnliche Stärke besitzt. Diese zu fördern, war ganz im Sinne der RuhrCongress-Strategie. Mit der Cosmedica, einem Kongress für ästhetisch-operative Medizin, gab es 2004 die erste wissenschaftliche Veranstaltung im medizinischen Bereich. Weitere sollten in den kommenden Jahren folgen. Zur Premiere konnten die Macher des Medizin-Kongresses, Prof. Dr. med. Altmeyer und Dr. med. Klaus Hoffmann vom St. Josefs Hospital in Bochum, den Kongressteilnehmern sogar Live-Schaltungen aus dem OP in die RuhrCongress-Halle präsentieren. Mögliche wurde dies u.a. durch die moderne Infrastruktur im Saal. Die Experten konnten also OPs an Nase, Brust und Po unmittelbar verfolgen und anschließend wissenschaftlich diskutieren.