2005

 

Die Kommunen kommen

RuhrCongress wird deutschlandweit als Tagungsort bekannt

Eine angespannte Haushaltslage, ständig wachsende Anforderungen und ein neues Selbstbewusstsein der Bürger gegenüber ihrer Stadt: Viele Kommunen in Deutschland stehen vor den gleichen Herausforderungen. Deshalb macht es Sinn, sich auszutauschen und neue Lösungswege gemeinsam zu erarbeiten. Die Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) ist das von Städten, Gemeinden und Kreisen gemeinsam getragene Entwicklungszentrum des kommunalen Managements. 2005 tagte sie im RuhrCongress – und spätestens mit dieser Veranstaltung war die Tagungshalle nun deutschlandweit bekannt. Denn unter den gut 4000 Teilnehmern war eine Vielzahl von Bürgermeistern, Landräten und Verwaltungschefs, die in Bochum über das Management von Projekten und die Verschlankung von Prozessen diskutierten. Der RuhrCongress erwies sich als vorbildlicher Gastgeber und wurde nach der Tagung vielfach aufgrund seiner baulichen Vorzüge und seines unkomplizierten Managements gelobt.
 

Nach dem Durchbruch kam der Abbruch

Warum Comedy-Star Mario Barth im Bochumer RuhrCongress seine Bühne zum Einsturz brachte

Mario Barth saß er in der ersten Reihe und hatte Tränen in den Augen. Als seine Bühne zusammenbrach, fiel er sogar auf die Knie. Der Einsturz, das fulminante Showende mit Feuerwerk, war kontrolliert, die Tränen waren es nicht. Drei Jahre Tour lagen hinter dem damals erfolgreichsten Live-Comedian, der vier Jahre später (2009) gleich dreimal das Olympiastadion in Berlin füllen sollte. Viele zehntausend Zuschauer hatten bis 2005 sein prämiertes Erstlingswerk "Männer sind Schweine, Frauen auch" gesehen. In Bochum war nun das Finale, das Marion Barth mit 3500 Zuschauern feierte.

Der Berliner hatte geschafft, wozu nur wenige in der Lage waren. Er füllte ganze Hallen mit seinem Programm. Das gelang zum damaligen Zeitpunkt sonst nur Comedians wie Michael Mittermaier oder Atze Schröder noch. Viele andere Künstler scheuten sich, in Hallen mit mehr als 2000 Plätzen aufzutreten. Das Risiko, vor halb leeren Zuschauerreihen zu spielen, war für sie zu groß. Comedy boomte eben noch nicht so sehr wie heute. Und das klassische Kabarett bevorzugte dann doch eher die kleineren Theater. Aber Barth, Mittermaier und Schröder fanden im Management des RuhrCongresses Menschen, die mutig und aufgeschlossen für Neues waren. Mit dem neuen Comedy-Format besetzte der RuhrCongress erfolgreich eine vielversprechende Nische und gehörte damit zu den Vorreitern in der Veranstaltungsbranche.

Spätestens mit den Comedians rückte der RuhrCongress, der bis dato eher Kongress- und Messeort war, in ein breiteres öffentliches Bewusstsein, und es kamen Überlegungen auf, noch mehr Shows als bislang ins Haus zu holen. Dazu passte, dass der RuhrCongress 2005 erstmals seinen eigenen Veranstaltungskalender herausbrachte. Darin u.a. die Konzertankündigung von Schlagerstar Andrea Berg, die seither eine ganze Reihe von Auftritten in Bochum hatte. Das Programm war erstmals auch verstärkt gespickt mit einer Reihe anderer Shows und Konzerte.