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2008

 

Opel kämpft ums Überleben

Mitarbeiter machen auf Betriebsversammlung ihrem Frust Luft

Ist es ein Sterben auf Raten? Bei Opel stehen die Zeichen auf Krise. Der Autobauer kommt nicht aus den roten Zahlen heraus. Noch dazu hat die Finanzkrise den Opel-Mutterkonzern General Motors hart erwischt. Am 14. November bittet Opel als erster deutscher Autokonzern Bund und Länder um Hilfe. Etwas mehr als eine Milliarde Euro an Staatsbürgschaften müssen zur Kreditabsicherung aufgebracht werden. Ansonsten droht eine Entlassungswelle, die alle bisherigen Dimensionen übertreffen würde. Die Stimmung ist dementsprechend gedrückt, als Opel Bochum zur Betriebsversammlung in den RuhrCongress lädt. Während der letzten Opel-Krise 2004 war dem Betriebsrat noch einmal gelungen, dass der Konzern sich vertraglich verpflichtet, im Bochumer Werk bis zum Jahr 2016 keine betriebsbedingten Kündigungen auszusprechen. Doch wie sieht es nun aus? Gibt es eine Zukunft für den Standort nach 2016 für die vielen Operlaner, die dann noch nicht in Rente gehen? Auf der Versammlung machen viele Mitarbeiter ihrem Frust Luft. Schuld für die Misere seien Fehler im Management des Unternehmens. Seit jeher hätten die Mitarbeiter in den Bochumer Werke nach Optimierungspotentialen in der Produktion gesucht und jede Sparrunde tapfer umgesetzt. Doch irgendwann sei selbst diese Disziplin nur noch schwer aufzubringen.
 

Die Agentur sind wir

RuhrCongress entwickelt das komplette Marketing für Medizinertagung

Wie es geht, hat das Management des RuhrCongresses seit Eröffnung des neuen Gebäudes oftmals miterleben können. Nun, im Jahr 2008, tritt das Haus erstmals selbst als Agentur auf und zeigt sich für das komplette Marketing einer Veranstaltung verantwortlich. Für den Radiologenkongress Ruhr der Deutschen Röntgengesellschaft übernimmt der RuhrCongress nicht nur die Kongressorganisation im Hause, sondern auch sämtliche Werbung samt Logo-Entwicklung. Es ist ein Full-Service, für den Kunden des RuhrCongresses bis dato externe Anbieter einschalten mussten. Nun übernimmt dies auf vielfachen Wunsch das Veranstaltungshaus selbst – natürlich auch, weil es aufgrund seiner guten Kontakte in die Medien- und Unternehmenslandschaft der Region ein ideales Bindeglied für Veranstalter ist. Der Service wird seither gern gleich von Kunden mitgebucht und hat sich zu einem attraktiven Pluspunkt im Veranstaltungsmanagement der Region entwickelt.
 

Ruck statt Rock

Der Dalai Lama wird im RuhrCongress wie ein Popstar gefeiert

Nein, ein Rockkonzert findet hier nicht statt. Dafür ist die Bühne an diesem 16. Mai 2008 etwas klein und auch die Scheinwerfer sind zu dezent angebracht. Zwar gibt es im Foyer Fanartikel, darunter Tibetfähnchen, aber Konzerte von Rockbands sind dann noch mal etwas anders. Doch schon Stunden vor dem Einlass warten Menschentrauben vor dem Kongressgebäude auf ihn, den Dalai Lama, das politische und geistliche Oberhaupt Tibets. 3500 Menschen sind letztlich gekommen, um ihn zu sehen. Er weiß, wie er Menschen für sich gewinnen kann. Viele schwärmen von seiner ausgeglichenen Aura und hängen förmlich an seinen Lippen, wenn er über Frieden und Aussöhnung spricht. Es muss ein Ruck durch Deutschland gehen, hat einmal ein deutscher Bundespräsident gesagt. Der Dalai Lama sorgt an diesem Tag für einen solchen Ruck. Er redet über Menschenrechte, die weltweit gelten. Und über die Liebe zwischen den Menschen. Der charismatische ist auf Einladung der Tibet Initiative Deutschland e.V. nach Deutschland gekommen und weiß um die Bedeutung seiner Reise. Wie kaum eine andere internationale Persönlichkeit gilt der Dalai Lama, Friedensnobelpreisträger des Jahres 1989, als Botschafter für Frieden, Freiheit und Menschenrechte. In Deutschland trifft er stets auf offene Ohren für seine Botschaft. So auch in Bochum. Der RuhrCongress feiert ihn.
 

Europa tanzt in Bochum

Internationaler Tanzlehrerkongress sorgt für mitreißende Momente im Kongresssaal

Videoclips auf Musikkanälen kommen ohne sie nicht aus: Tänzerinnen und Tänzer sorgen mit ihren atemberaubenden „Moves“ dafür, dass die Musik nicht nur hörbar ist, sondern sofort in eine Körperbewegung übertragen werden kann. Das sorgt gerade bei Jugendlichen für viele Nachahmer. 1700 Dance4Fans-Kinder und -Jugendliche bilden am 15. März 2008 im RuhrCongress den Auftakt des 41. Internationalen Tanzlehrerkongresse (INTAKO, 15.-20. März 2008), der vom Allgemeinen Deutschen Tanzlehrerverband (ADTV) ausgerichtet wurde. Sie kämpfen um die deutsche Meisterschaft in ihrer Disziplin. Einen Tag später lernen im großen Saal mehrere hundert Tanzprofis unter der Anleitung von Tanzstars wie Isabel Edvardsson und ihrem Partner Markus Weiß neues Schrittmaterial. Das Bild, das sich angesichts der tanzenden Massen ergibt, ist atemberaubend. Die Stimmung, unvergleichlich. Am vorletzten Kongresstag sind abends auch Bochumer Bürger willkommen und können unter fachkundiger Leitung in Unterrichtsangebote zu Dance4Fans, Salsa, Swing, Bodyflirt, Discofox und Tango Argentino reinschnuppern. Den Höhepunkt am Ende der Kongresstage bildet die Deutsche Meisterschaft der „Productions“ (Team-Showacts mit mindestens 25 Personen). Alles in allem zeigte diese Veranstaltung einmal mehr: Das Management des RuhrCongresses ist auf jedem Parkett souverän zu Hause.