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In Bochum zieht der Rat der Stadt in den RuhrCongress Bochum – eine Vorlage, wie Veranstaltungen trotz Corona-Einschränkungen funktionieren können

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Besondere Umstände erfordern ungewöhnliche Lösungen, aber bei der praktischen Umsetzung einer Ratssitzung wird klar, dass man gerade dabei ist, auch ein Beispiel für weitere Veranstaltungsformate zu kreieren – und das unter Berücksichtigung der aktuellen, an manchen Stellen nicht eindeutig definierten, Vorgaben aufgrund der Corona-Krise.

„Auch in Zeiten einer Krise gilt es, die Rahmenbedingungen für demokratische Entscheidungsprozesse herzustellen. In einer Stadt ist der Rat das höchste Entscheidungsgremium und regelmäßige Sitzungen sind unverzichtbar. Dabei ist es aber ebenso unverzichtbar alle notwenigen Maßnahmen umzusetzen, die aus Gründen des Infektionsschutzes erforderlich sind. Die sich daraus ergebenden Anforderungen widersprechen sich in Teilen. Daraus resultierte für uns die Frage, wie wir diese Widersprüche auflösen können und wie wir zusammen mit der Stadt Bochum die Rahmenbedingungen für eine ordnungsgemäße Ratssitzung herstellen“, so Andreas Kuchajda, Geschäftsführer der Bochumer Veranstaltungs-GmbH (BoVG), die die Locations RuhrCongress Bochum, Jahrhunderthalle Bochum, Stadthalle Wattenscheid und Freilichtbühne Wattenscheid betreibt.

Diese Widersprüche konnten für die Ratssitzung am 30.04.2020 aufgelöst werden.

Mit seinen großzügigen Räumlichkeiten ist der RuhrCongress Bochum der ideale Ort, um die sich aus den Verfügungen des Landes NRW, den Empfehlungen des RKI und der Gesundheitsbehörden ergebenden Anforderungen umzusetzen.

Dabei galt es, schon in der Vorbereitung diese Regelungen zu beachten und die Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren. Hier war der hohe Digitalisierungsgrad der BoVG von großem Vorteil und die notwendigen Planungen und Abstimmungen waren dezentral umsetzbar. Erst die Veranstaltungsumsetzung erfolgte vor Ort.

Dort wurde für die Ratssitzung im 700 qm großen CongressSaal eine parlamentarische Bestuhlung für bis zu 70 Personen und bis zu 40 Besucherplätze mit den benötigten Abständen und verbreiterten Laufwegen untergebracht. Ein minutiös geplantes Einlassprocedere mit separaten Ein- und Ausgängen, umfassende Verhaltensregeln sowie intensivierte Hygienemaßnahmen wurden geplant und umgesetzt.

Während der Veranstaltung wurde durch Beschilderung, Absperrbänder, Abstandsmarkierungen und den Einsatz des Gästeservice die Steuerung der Teilnehmer und Besucher gewährleistet. Im Saal sind die Mindestabstände auch bei der Bewegung der Teilnehmer großzügig bemessen.

„Es ist beeindruckend, wie diszipliniert sich die Ratsmitglieder und alle anderen Beteiligten verhalten haben. Wir haben mit dieser Ratssitzung unsere erste Veranstaltung in der Coronakrise durchführen können und konnten viele wertvolle Erfahrungen sammeln.“ resümiert Andreas Kuchajda.

Im RuhrCongress Bochum stehen zur Vorbereitung der Kommunalwahl im Mai die nächsten Veranstaltungen an, bei denen das Team der BoVG seine Erfahrungen mit einbringen kann.